Legislaturziele PSE
für die Legislatur: 2010-2014 [135 KB]
Sanierung Kindergarten Gerbestrasse –
– eine gute Lösung
Am Tag der offenen Tür vom letzten Samstag, 26. Februar konnte sich die interessierte Bevölkerung von der Zweckmässigkeit der vorgesehenen Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Gerbestrasse überzeugen.
ELGG - Die Primarschulpflege legt an der Gemeindeversammlung vom 21. März ein Kreditbegehren von 1,462 Millionen Franken für die Sanierung und den Teilneubau des Kindergartens Gerbestrasse zur Genehmigung vor. Das vom Architekturbüro VonAh.Imfeld erarbeitete Projekt stellte die Schulbehörde am 22. Februar in der Elgger Zeitung näher vor. Auf letzten Samstag, 26. Februar, zwischen zehn und zwölf Uhr, war der Tag der offenen Tür angesagt. Leider ging das aufgegebene Inserat für die Donnerstagausgabe bei der Elgger Zeitung unter und der kleine Hinweis in der Samstagausgabe vermochte kein grosses Echo mehr auszulösen. So hielt sich denn der Besuch von interessierten Frauen, Männern und Jungendlichen in engen Grenzen.
Sanierung unumgänglich
Primarschulpräsidentin Monika Brühwiler hielt an der offiziellen Vorstellung um 10.30 Uhr einleitend fest, dass der Kindergarten Gerbestrasse einer der ersten auf der Zürcher Landschaft gewesen sei. 1911 erfolgte die Einweihung. Nun gehe es darum, den Kindergarten den heutigen schulischen Anforderungen anzupassen, was auch zu baulichen Veränderungen führe. Das müsse aber so geschehen, dass der Charakter des Hauses weitgehend beibehalten werden könne.
Liegenschaftenvorstand Erich Wegmann, der selbst hier in den Kindergarten ging, erinnert sich noch gut an jene Zeit. Von seinem Beruf her liege ihm das Bauen bekanntlich sehr nahe und er sei überzeugt davon, dass mit der Sanierung und der Erweiterung eine gute Lösung für die nächsten Jahrzehnte erreicht werde.
Kurzer Rückblick
Bevor Architekt Philipp von Ah auf das Projekt zu sprechen kam, blendete er kurz zurück in die Geschichte des Kindergartens Gerbestrasse. Bis ins Jahr 1961 wurde der Kindergarten jeweils von Diakonissinnen geleitet. Geführt wurde der Kindergarten durch die private Institution, den Kindergartenverein. In der 50er- und 60ier-Jahren erfolgten die Anbauten und im Jahre 1980 ging der Kindergarten an die Primarschulgemeinde über. 1985 erfolgte eine Wärmedämmung im Dachgeschoss und im Jahre 1994 erfolgte der Anschluss des Gebäudes an den Wärmeverbund.
Das neue Konzept
Schon im Jahre 2008 erarbeitete das Büro VonAh.Imfeld das nun vorliegende Konzept. Die Schulbehörde wollte aber noch die Auswirkungen und Anforderungen der neuen kantonalen Richtlinien über die Kindergärten abwarten und stellte daher die Sanierung zurück. Nachdem nun auch klar ist, dass die beiden Kindergärten an der Gerbestrasse und am Rebweg weiterhin bestehen bleiben – es erfolgt keine Zentralisation «Im See» –, beschloss die Schulbehörde sich nun an die Ausführung des Projektes zu machen.
Philipp von Ah stellte dann in kurzen Zügen die vorgesehene Sanierung und die baulichen Veränderungen vor. Die beiden Anbauten werden abgebrochen und durch zwei Neubauteile ersetzt, die sich klar vom alten Hauptbau abgrenzen. Der westliche Teil wird voll rollstuhlgängig. Im Untergeschoss des Ostteils werden Gruppenräume entstehen. Das Obergeschoss soll wenn möglich vermietet werden. Natürlich werden auch die heutigen energetischen Anforderungen erfüllt.
Der Kostenvoranschlag lautet auf 1,462 Millionen Franken. Wenn das Obergeschoss vermietet werden kann, können damit rund 240 000 Franken verzinst werden. Vom Kanton ist ein Staatsbeitrag von 120 000 Franken zu erwarten. Die Schulbehörde ist überzeugt, mit diesem Projekt eine gute Lösung für die Kindergärten im Allgemeinen und den Kindergarten Gerbestrasse im Besonderen getroffen zu haben.Anschliessend an die Präsentation des Projektes und der aufliegenden Pläne konnten sich die Besucherinnen und Besucher auf dem Rundgang oder in Gesprächen mit den Behördemitglieder und dem Architekten von den heutigen prekären Platzverhältnissen selbst überzeugen. Eine Sanierung und Erweiterung drängt sich wirklich auf. So dürfte dem Antrag der Primarschulpflege an der Gemeindeversammlung vom 21. März kaum Opposition erwachsen.
RENE LUTZ
Bilder zur Sanierung
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Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Gerbes
Der Kindergarten Gerbe wurde 1910 mit je 2 Kindergartenklassenzimmern und einer 3 Zimmer-Wohnung im OG erbaut. In den 50er bzw. 60er-Jahren wurden die beiden Anbauten erstellt. 1970 fanden interne Umbauten statt.
Die bestehenden Anbauten sind schlecht fundiert und weisen erhebliche Risse auf. Im gesamten Gebäude dichten die Fenster schlecht ab. Wärmedämmung, Belichtung und Beleuchtung sind ungenügend. Mängel weisen auch die Elektroinstallationen auf. Den heutigen Anforderungen genügen die Schalldämmung EG zur Wohnung OG sowie die statisch knapp bemessene Obergeschossdecke nicht mehr. Die Rollstuhlgängigkeit ist nicht gegeben.
Die beiden Kindergartenabteilungen genügen mit ihrem Raumangebot den Schulbaurichtlinien der Bau- und Bildungsdirektion nicht mehr. Für Klassengrössen von 20 Kindern und mehr sind die Räume sehr eng und ermöglichen nur ein begrenztes Freispielangebot.
Die pädagogischen Vorgaben sind schlecht umsetzbar, weil ein zusätzlicher Gruppenraum fehlt. Die meisten Kinder in den Kleingruppen brauchen heute vor allem Unterstützung und Förderung in den Bereichen der Konzentration und der Orientierung. Daher ist es von Bedeutung und wichtig, mit diesen Kindern an einem ruhigen, überschaubaren und vor allem störungs- und ablenkungsfreien Ort arbeiten zu können.
Je nach Schülerzahlen wird in Elgg der Kindergarten mit drei bis vier Abteilungen geführt. Im nächsten Schuljahr ist der momentane Tiefstand überwunden und die Kindergartenzahlen werden wieder kontinuierlich steigen.
Sanierungskonzept
Der Hauptbau ist einer der ersten Landkindergärten im ganzen Kanton. Gemäss Vorgabe der kantonalen Denkmalpflege darf dieser äusserlich keine Änderung erfahren. Eine zusätzliche Wärmedämmung muss innen angebracht werden. Das Sanierungsprojekt sieht vor, die bestehenden Anbauten abzubrechen und diese durch zwei grössere Anbauten in Holzbauweise mit verglasten Eingangsbereichen zu ersetzen. Im UG des Ostanbaus werden Gruppenräume mit Tageslicht entstehen. Mit dieser Massnahme kann einerseits das benötigte Raumangebot optimal ergänzt werden. Andererseits entsprechen die Neubauten den heutigen energetischen Anforderungen und der Energieverbrauch kann erheblich gesenkt werden.
Mit geringen Anpassungen in der Umgebungsgestaltung wird der westliche Kindergarten rollstuhlgängig.
Im Hauptbau werden die eingangs erwähnten Mängel behoben.
Die Kostenschätzung für das Projekt beläuft sich auf sFr. 1'462'000.— inkl. MWSt. und inkl. den Projektvorbereitungen.
Die Wohnung im OG wird nach einer „Pinselrenovation“ mit einem Ertrag von mindestens Fr. 1'000.— pro Monat vermietet. Bei einem Kapitalisierungsfaktor von 5% entspricht dies einer Summe von ca. Fr. 240'000.—. Die Fremdvermietung trägt einen wesentlichen Beitrag zur Mitfinanzierung des ganzen Projektes bei. Insbesondere die zusätzlichen Räume im Gartengeschoss können so kostendeckend finanziert werden.
Es sind zudem Staatsbeiträge in der Höhe von ca. Fr. 120'000.- zu erwarten.
Die Primarschulpflege ist überzeugt, mit dem vorliegenden Projekt und der Anpassung der alten Bausubstanz an die heutigen Anforderungen den Kindergarten Gerbe über Jahrzehnte erhalten zu können. Die Erweiterung des Raumangebotes wird den ganzen Kindergartenbetrieb merklich entlasten und sich positiv auf die Kinder und die Lehrpersonen auswirken.
Am Samstag, den 26. Februar sind alle herzlich zum Tag der offenen Tür im Kindergarten Gerbe eingeladen. Von 10.00 bis 12.00 Uhr können Sie sich vor Ort informieren und die Räumlichkeiten besichtigen. Ihre Fragen beantworten die Schulpflege und der Architekt gerne.
Bitte beachten Sie das Inserat in der Donnerstagausgabe der Elgger Zeitung vom
24. Februar.
Primarschulpflege Elgg










